Eine von Deutschlands größten Baustellen


Über diese Baustelle lässt sich nur in Superlativen sprechen. 4.000 Ingenieure und Arbeiter bauen hier zwei Bahnhöfe und dutzende Kilometer Tunnel, und das mehr als ein Jahrzehnt lang. Ende 2010 haben der ausgeschiedene Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und Vertreter der Region vor dem heutigen Hauptbahnhof mit dem ersten Spatenstich den offiziellen Baustart von Stuttgart 21 verkündet. Seither werden Gruben ausgehoben, Tunnel gebohrt und die Rohbauten errichtet. Täglich arbeiten auf der Riesenbaustelle bis zu 4.000 Menschen. Der Hauptbahnhof und die Neubaustrecke nach Ulm sind derzeit zusammen mit 6,1 Milliarden Euro veranschlagt. Die 20 Tunnel zwischen Stuttgart-Zuffenhausen und Ulm bringen es auf insgesamt etwa 58 Kilometer. Für das Gelingen des Projektes müssen zusammen etwa zehn Millionen m3 Fels und Erde ausgebrochen und abtransportiert werden. Das Europaviertel, das ist das Areal rund um den neu entstehenden Hauptbahnhof, gehört zu den bedeutendsten Innenstadtentwicklungen Deutschlands. Der neue Hauptbahnhof ist im Zentrum der Entwicklung des Europaviertels.

Die Moskauer Straße ist die zentrale Achse im neuen Cityquartier. Alle übrigen Straßen und Plätze sind Fußgängerzonen. Mittelpunkt des Europaviertels ist der Mailänder Platz. Wasserspiele und Laubbäume lassen ihn zur urbanen, leben-digen Mitte des Cityquartiers werden. Der Platz soll im Spätherbst 2014 fertiggestellt werden. Mittelpunkt des neuen kulturellen Zentrums in der Innenstadt ist die Bibliothek. Diese hat unlängst zu ihrem zweiten Geburtstag die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“ erhalten. Dieser Preis wird vom Deutschen Bibliotheksverband und der ZEIT-Stiftung verliehen und ist der einzige nationale Bibliothekspreis in Deutschland.