Die Autobranche brummt – und ändert sich


Aus Baden-Württemberg stammen Auto-mobilhersteller wie auch Automobilzulieferer, die die Geschichte des Automobils maßgeblich vorangetrieben haben – daran hat sich bis heute nichts geändert. Jeder vierte Arbeitsplatz im Kraftwagensektor ist im Ländle. Mehr als ein Fünftel des Branchenumsatzes werden hier erwirtschaftet und rund 30 Prozent des Investitionsvolumens der Südwestindustrie alleine vom Kraftwagensektor getragen. Zudem sind hier etwa 1.000 Zulieferfirmen beheimatet. Außer Branchengrößen wie die Robert Bosch GmbH, der ZF Friedrichshafen AG sowie der MANN+HUMMEL GmbH haben eine Vielzahl von weltweit agierenden klein- und mittelständischen Zulieferunternehmen der Automobilbranche ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg. Mit der Daimler AG und der Porsche AG haben zwei der innovativsten Automobilhersteller ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg. Zusätzlich unterhält die Audi AG einen wichtigen Produktions- und Entwicklungsstandort im Land. Ebenso sind im Bereich der Nutzfahrzeuge bedeutende Unternehmen wie Mercedes-Benz LKW (Daimler AG) und Volvo Busse Deutschland GmbH oder die Kässbohrer Geländefahrzeug AG im Land vertreten.

Doch auch diese fest im Land verwurzelte Branche ändert die Struktur. Klimawandel, Rohstoffpreise, die Entwicklung der Märkte in den Schwellenländern, aber auch demografischer Wandel und Verstädterung stellen Hersteller und Zulieferer vor neue Herausforderungen.

Elektrofahrzeuge bedeuten eine Umverteilung von Anteilen an der Wertschöpfungskette. Gleichzeitig entstehen durch das sich wandelnde Mobilitätsverhalten auch der jungen, urbanen Generation neue Geschäftsfelder. Die heutige Innovationskraft der Firmen entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit von morgen.