Programme für die Zukunft – der SWR


Auch wenn oft anderes behauptet wird: Innovationen sind kein Selbstzweck. Technische schon gar nicht. Sie sind äußerlich, solange sich mit ihnen nicht Vorstellungen und Ziele verbinden, die über die Gegenwart hinausweisen. Der SWR hat mit dem hochmodernen Neubau und den neuen trimedialen Studios in Stuttgart den Standort gestärkt und die Produktion von Hörfunk- und Fernsehsendungen komplett modernisiert, aber hinter all diesen Investitionen steckt eine viel weiter reichende Absicht: den Informations-, Bildungs- und Kulturauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch in Zukunft zu erfüllen. Vielleicht sogar noch besser als heute. Für alle Mediennutzer und auf allen verfügbaren Distributionskanälen. Und zwar mit unverwechselbaren Programmen und Angeboten, die die beiden Kernkom­petenzen des SWR sichtbar machen – Regionalität und Aktualität.

Der technologische Fortschritt lässt Hörfunk, Fernsehen und Internet immer stärker zusammenwachsen, dem müssen die technischen und organisatorischen Neuerungen folgen. Heute wird schon in der Planungsphase bei wichtigen SWR-Projekten multimedial und interaktiv gedacht, wie das beispielhaft bei dem großen Kulturschwerpunkt „Don Giovanni“ in Stuttgart geschehen ist. Theater-, Fernseh-, Hörfunk- und Internetmacher haben mit ihrer medienüberschreitenden Zusammenarbeit aus einem lokalen Kulturereignis ein nationales Gesamtkunstwerk gemacht. Und dadurch Verbindungen zwischen Menschen und ihren Interessen geschaffen. In einer Gesellschaft, die sich immer stärker individualisiert und gerade deshalb ein wachsendes Bedürfnis nach Selbstver-gewisserung zu haben scheint, helfen Medien bei der Orientierung.

Der SWR will in Stuttgart – aber auch an allen anderen Standorten – ein ­beweglicher Teil der Medien- und ­Wissensgesellschaft bleiben. Die neuen multifunktionalen Studios sind gebaut worden, um Programme für die Zukunft zu gestalten. Sie gehen mit flexibleren Arbeitsabläufen und einer stärkeren Vernetzung im SWR einher. In beidem spiegelt sich der allgemeine Medien-wandel. Insofern setzt der Neubau in Stuttgart genau genommen zwei Zeichen: Das erweiterte Funkhaus ist einerseits ein Stück moderner Gegenwartsarchitektur, dessen Funktionalität die trimediale Medienproduktion, ermöglicht, und gleichzeitig ein Ort, von dem aus die digitalen Programme ihren körperlosen Weg in die Welt nehmen. Beides – vor Ort und in der Welt zu sein – gehört spiegelbildlich zum öffent-lichrechtlichen Selbstverständnis des Südwestrundfunks.

In Stuttgart entstehen die Sendungen für das Landesprogramm des SWR Fernsehens, wie etwa das Magazin „SWR Landesschau Baden-Württemberg“, die Nachrichten „SWR Landesschau aktuell Baden-Württemberg“ und das Politikmagazin „Zur Sache Baden-Württemberg“. Von hier senden zudem die Radio-Landesprogramme SWR1 und SWR4 Baden-Württemberg sowie das Regionalprogramm Radio Stuttgart, das über alles Wichtige aus der Landeshauptstadt und ihrer Nachbarschaft berichtet. Außerdem arbeiten in Stuttgart die Fernsehredaktionen Wirtschaft und Ausland, die das Verbrauchermagazin „Marktcheck“ und Flaggschiffe für das Erste wie „Plusminus“, den „Weltspiegel“ und den „ARD Ratgeber Auto und Verkehr“ produzieren. Baden-württembergische Themen bestimmten darüber hinaus herausragende Fernseh- oder Hörfunkproduktionen wie „Rommel“, „Margarete Steiff“ oder den Stuttgarter „Tatort“.

Zudem haben der Intendant, der Verwaltungsdirektor und die Landessender­direktion Baden-Württemberg ihren Sitz in der Landeshauptstadt.