Afrika kommt!


16 führende deutsche Unternehmen, darunter die Robert Bosch GmbH, haben sich zur Initiative „Afrika kommt!“ zusammengeschlossen, die mittlerweile zum dritten Mal stattfindet. Sie bietet für junge Menschen aus dem fernen Kontinent mehr als die Gelegenheit zur Weiterbildung. 21 junge Talente aus Subsahara-Afrika können eine einjäh­rige Weiterbildung in Form eines Stipendiums in Deutschland absolvieren. Die afrikanischen Stipendiaten kommen aus Botswana, Gabun, Gambia, Ghana, Kenia, Mosambik, Nigeria, Simbabwe, Südafrika und Tansania. Sie können während ihres Aufenthalts ihr persönliches Netzwerk erweitern, an Weiterbildungsangeboten teilnehmen, Deutschland kulturell kennenlernen und so ihre internationale Erfahrung ausbauen. Eine dreimonatige Einführungsphase mit intensiven Sprachtrainings bereitet die Teilnehmer auf die anschließende neunmonatige fachliche Weiterbildung in den beteiligten Unternehmen vor. Programmbegleitend werden sowohl die Robert Bosch Stiftung mit Schwerpunkt „Bildung und bürgerschaftliches Engagement“ in Stuttgart als auch die Zeit-Stiftung mit dem Schwerpunkt „Medien und Kultur“ in Hamburg ein ausgedehntes Wochenendprogramm bieten. Die Robert Bosch Stiftung zählt außer der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius zu den Kooperationspartnern des Programms. Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Joachim Gauck. Die beteiligten Unternehmen wollen auf diese Weise zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in afrikanischen Staaten beitragen. Für den 3. Jahrgang von 2013 bis 2015 haben sich einige der beteiligten Unternehmen für die Aufnahme von mehr als einem Teilnehmenden entschieden, wie etwa die SAP AG oder die Merck KG aA.


Aus aller Welt zu Gast in Baden-Württemberg


Ausländische Studenten lieben Deutschland. Nach Quellen des statistischen Bundesamtes ist Deutschland das beliebteste nicht englischsprachige Studienland auf der Welt. Das spiegelt sich auch in Stuttgart und der Region wider. Allein an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart kommen die etwa rund 770 Studenten aus mehr als 40 Ländern. Aber auch in anderen Fachrichtungen geht es international zu. Qianqing Xu (23) kommt aus China und studiert in Stuttgart Fahrzeugtechnik im Masterstudiengang. „Die Technik ist in Deutschland führend“, lobt sie. Patrick Tchakoute (29) aus Kamerun studiert in Stuttgart Informatik auf Diplom. Er findet hier die „besten Studienmöglichkeiten und vor allem sind die Studiengebühren noch bezahlbar“. Sun Yuchen (25) aus China studiert in Stuttgart Maschinenbau im Masterstudiengang. „Ich studiere in Deutschland, weil es hier keine hohen Studiengebühren gibt.“

Issam Yahyaoui stammt aus Tunesien und finanziert sein Medizinstudium als Kellner. An der Universität Stuttgart gingen 18.800 schriftliche Bewerbungen um einen Studienplatz im Wintersemester 2013/14 ein. Damit ist die Zahl der Bewerbungen nochmals um elf Prozent gestiegen. In Heidelberg kommen auf 140.000 Einwohner 24.000 Studenten, also jeder Sechste ist Student. In Tübingen sogar jeder Vierte. Stuttgart hat zwar mehr, nämlich 34.000, wenn man alle zusammenzählt, aber bei an die 600.000 Einwohnern ist in Stuttgart eben nur ungefähr jeder siebzehnte Student – davon kommt etwa jeder Siebte aus dem Ausland. Bei den ausländischen Studenten sind der hohe Stand der Wissenschaft, die guten Studienbedingungen und der hohe Grad an Wissensvermittlung sehr beliebt.

Die ausländischen Absolventen wiederum sind für die deutsche Wirtschaft und Industrie von großem Interesse. Wird doch allenthalben nach effektiven Mitteln gesucht, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.