Das Triple Zero® Prinzip


Der zunehmende gesellschaftliche Fokus auf Nachhaltigkeit bietet die große ­Chance, das Planen, Bauen und Betreiben unserer gebauten Umwelt auf eine neue Basis zu stellen. Nur durch tiefgreifende Neuerungen in allen drei Bereichen können wir die dringend erforderlichen Veränderungen erreichen − steht das Bauwesen doch weltweit für 60  % des Ressourcenverbrauchs, 60  % des Massenmüllaufkommens, 35  % der Emissionen und 35  % des Energieverbrauchs. Angesichts dieser Zahlen ist es zwingend erforderlich, neue Wege zu gehen. Statt öffentliche Subventionen für kleinteilige, nur auf wenige Prozentpunkte Einsparung zielende Maßnahmen zu fordern, müssen wir einen ganzheitlichen Ansatz wählen. Neben der Nutzungsphase müssen auch die „Begin-of-Life“-Phase und die „End-of-Life“-Phase eines Gebäudes in energetische Bilanzierungen einbezogen werden. Und neben Fragen der Energieeinsparung muss es auch um Dinge wie Ressourceneffizienz und Rezyklierbarkeit unserer Gebäude gehen. Das Ziel muss deshalb lauten: Triple Zero®.

Unsere Gebäude müssen dem Anspruch Zero Energy – Zero Emissions – Zero ­Waste gerecht werden, d. h., sie sollen:

Die mit dem Triple Zero® Prinzip verbundenen Anforderungen sind hoch – aber durch eine enge Zusammenarbeit aller an Planung, Ausführung und Nutzung Beteiligten können wir sie erfüllen. Der nächste Schritt wartet jedoch schon auf uns – von der Betrachtung einzelner Gebäude hin zu einer Quartiersvernetzung und zur Einbindung der (Elektro-)Mobilität, vom Passivhaus hin zum nachhaltigen und komfortablen Aktivhaus.